Resümee nach 3 Jahren und 27.000 Km

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Fahrzeug
Sandero 3 Stepway
Nach nun 3 Jahren Besitz und runden 27.000 Km bisheriger Fahrleistung ziehe ich hier nun erneut einmal mein kleines persönliches Resümee zum Sandero Stepway Eco G 100.
Ein weiteres Jahr ist nun vergangen und der Sandero schlägt sich weiterhin gut im Alltag, die Fahrleistung war allerdings über die letzten 12 Monate etwas überschaubarer mit ca. 7000 weiter gefahrenen Km.
Die hier folgend genannten Punkte, Erfahrungen und Sichtweisen entsprechen nur meiner persönlichen Erfahrung und Einschätzung.....wie immer gilt, jeder darf seine Meinung dazu haben und natürlich seine eigene Sichtweise dazu....sonst wäre es ja langweilig ;=).

Positiv:

  • Das Fahrzeug ist durch den Autogasbetrieb weiterhin wirklich sehr wirtschaftlich, Steuer und Versicherung sind ok und noch einigermaßen bezahlbar als Privatperson.
  • Der Verbrauch liegt im Mittel nun seit Kauf bei 7,3 Litern LPG im gemischten Fahrbetrieb + etwas Benzin, welches ich aber bewusst nicht wirklich mit in meine Rechnung integriere, da meist nur als Startmedium genutzt, sonst wird konsequent auf Gas gefahren ( Größtenteils Stadt und Landstraße, ab und an einmal auch längere Strecken auf der Autobahn). Es reicht hier ab und zu einmal ein paar Liter Benzin dazu zu tanken und gut ist es.
  • Für einen Kleinwagen hat man ausreichend Platz im Innenraum und auch gewissen Transportaufgaben sind in der Regel kein Problem, sofern man etwas mitdenkt und sich auf die Situation passend vorab einstellt.
  • Ausreichend motorisiert mit um die 100 PS.....die Leistung reicht im Alltag m.E. nach völlig aus, Überholen geht zwischendurch mit etwas vorausschauender Taktik auch ohne größere Probleme vonstatten.
  • Das Ablendlicht finde ich super, die Helligkeit ist m.M. nach sehr sehr gut für die Preisklasse, dass das Fernlicht keine LED Technik besitzt stört mich überhaupt nicht, mir ist das hell genug so, da gibt es deutlich hochpreisigere Fahrzeuge die kein so gutes Ablendlicht besitzen.
  • Die Größe des Sandero empfinde ich in Abhängigkeit zu meinen pers. Gegebenheiten als ideal, groß genug um auch mal "packen"zu können oder zu 4 zu fahren, klein genug für die Stadt und enge Parkhäuser, die Übersicht ist recht gut für ein modernes Fahrzeug, er ist m.E. nach nicht zu sehr "zugebaut". Familien etc. greifen hier sicherlich eher zu einem anderen Modell oder nutzen den Sandero als Zweitwagen.
  • Im Großen und Ganzen ist der Sandero für mich recht "unspektakulär" und tut was er soll - die Optik finde ich pers. nach wie vor super.
  • Der Wertverlust ist sehr sehr gut bzw. gering im Vergleich.

Negatives bzw. Dinge die auffällig waren/sind:

Mein Resumee von vor 1 Jahr enthält grundsätzlich schon die meisten Punkte die auffällig sind oder waren. Zusätzlich dazu haben sich die folgende Punkte bei mir dazugesellt.
  • Im Nov. 2024 kam die Meldung "SOS-Anruf" prüfen....Termin im AH Ende Jan. 2025 > Die Pufferbatterie/Akku der Notrufeinrichtung im Telekommunikationsmodul war defekt bzw. in "End of Life". Das ist grundsätzlich eine 18650er Akkuzelle, die man auch aus Akkus von el. WKZ kennt. Modul sitzt hinter dem Handschuhfach. Wurde auf Garantie ersetzt und dem System ein Update spendiert. Das Handbuch sagt Lebensdauer ca. 4 Jahre.....bei mir waren es 2 Jahre und 9 Monate......mal schauen wie lange das jetzt funktioniert wie es soll und wann "die Nächste" kommt.....bekommt man genauso bei ebay aus Asien für ca. 25€. Problem ist nur das Auslesen und die Systemrückstellung falls man das einmal selbst ersetzen möchte. Habe mich bisher aber noch nicht mit div. Möglichkeiten beschäftigt, auf ein Abo für gew. Programme etc. habe ich persönlich keine Lust.....kostet nur wieder Geld, kommt aber sicherlich darauf an, wie viel man so etwas generell nutzen möchte. Ich frage mich hier nur weshalb der Hersteller so etwas so macht.....erwartbar für mein Verständnis wäre zumindest eine etwas längere Laufzeit der Akkuzelle und kein Wechsel im Ø alle 4 Jahre lt. Handbuch. Ist bei anderen Herstellern aber ähnlich ( siehe Stellantis Konzern etc.).....nur div. Japaner machen das irgendwie wieder etwas anders.....
  • Ich traue der verbauten EFB Batterie irgendwie keine wirklich lange Lebensdauer zu....mal abwarten wie lange das gut geht....und nein, hier geht es mir nicht darum das ab und zu einmal die bekannten "Meldungen" zum Batterieladezustand etc. auftauchen, dieses Thema ist bekannt und meistens unkritisch. Es geht eher um die Werte von div. Batterietests ( bitte hier keine Diskussion wie und was und warum, dass passt schon, glaubt mir). Das Thema wurde ja hier im Forum auch schon des Öfteren behandelt....
  • Die "Schaltbarkeit" bzw. das reine Schaltgefühl beim wechseln der Gänge empfinde ich von Beginn an als eher "knorrig-trocken". Das geht besser und "fluffiger" abgestimmt, siehe div. Clio Ersatzwagen etc.....hier könnte sich Dacia noch ein wenig verbessern. Ein Problem ist es aber natürlich nicht, ich habe mich noch nie verschalten etc....nur das "Feeling" ist im Vergleich einfach nicht ganz so schön. Die Kupplung kommt wie schon vor 1 Jahr beschrieben recht spät, daran gewöhnt man sich aber. Wenn man hier recherchiert, ist das wohl auch völlig normal beim Renault Konzern und gerne mal so der Fall.
  • Das "Fahrwerk"....ist für sich genommen völlig in Ordnung und okay für die Preisklasse. Bis man wieder einmal einen direkten Vergleich mit einem Clio oder in meinem Fall, einem Seat Ibiza hat.....da ist es dann leider doch weder konsequent soft komfortabel noch wirklich vernünftig straff abgestimmt. Irgendetwas dazwischen eben....das ist allerdings rein subjektiv meine persönliche "Er-Fahrung"....ich bin trotzdem zufrieden und kann damit bestens Leben, man weiß ja in der Regel was man kauft und erwarten kann.
  • Je nach Außentemperatur hat man manchmal hier da da kleinere Knarzgeräusche oder auch mal ein "Klappern", welches ich aber teilweise abstellen konnte > Bspw. zwischen A-Säule und Armaturenbrett Filz eingebracht, siehe da, das leichte "klappern im Winter" war weg.
  • Beim Beschleunigen aus dem 4-5 Gang heraus entsteht ab und zu einmal ein kurzes leichtes "Rasseln" welches aus dem Bereich "unteres Armaturenbrett" zu kommen scheint.....gefunden wurde bisher nichts und mich stört es auch nicht sonderlich....daher bleibt das so wie es ist.
Ganz Allgemein.....die Kosten bzw. die Preise....ja, das ist jetzt ein sehr schwieriger Punkt...alles ist teurer geworden, die globale Situation bekannt etc. etc......habe jetzt für den kleinen KD mit Durchsicht, Bremsflüssigkeit wechseln + Innenraum Filterwechsel knapp 360 € bezahlt.....ich will das Ganze hier nun nicht werten oder vergleichen etc....aber das ist viel Geld für "ganz wenig durchgeführte Leistung". Ist aber überall mittlerweile so "ausgeartet".
Ein neuer Sandero, analog meiner Ausstattung, heute bestellt, kostet über 20K €.......das ist schon eine Hausnummer.....aber auch hier gilt, es betrifft den gesamten Markt und das gesamte Umfeld....andere neue Kleinwagen kosten gut und gerne auch mal 30-35K €, je nach Ausstattung und Kundenwünschen etc., ich finde das "irre", wobei zur Zeit wieder größere Rabatte gewährt werden dürften, da der Markt schwierig ist...

Fazit:

Mein persönlicher Notendurchschnitt verbessert sich leicht auf die Note 2-3.
Ich bin zufrieden mit dem Sandero und im Verhältnis zu anderen Marken und Modellen, die deutlich höherpreisig angesiedelt sind, ist bisher, trotz der aufgeführten Punkte, die Preis-Leistung völlig in Ordnung, ich würde Ihn zu den Gegebenheiten von vor 3 Jahren wieder kaufen.
Auch die Premiumhersteller oder gerade die, haben auch ihre Wehwehchen und teilweise dann zusätzlich teilweise sogar massive techn. Probleme........somit muss man das Ganze dann doch für sich selbst ins Verhältnis setzen.

Soviel nun zu meiner eigene Meinung und Sichtweise, die oben genannten Punkte sind wie beschrieben nur meine ganz persönlichen Erfahrungswerte und Eindrücke.

Von "blöden" oder "undurchdachten" Kommentaren bitte ich abzusehen, jeder darf wie gesagt seine Sichtweise auf die Dinge haben, ich werde hier allerdings nicht in zeitraubende und sinnbefreite Diskussionen gehen. Der Text soll lediglich ein Teilen von Erfahrungswerten und Eindrücken vermitteln und für den Leser eine kurzweilige Unerhaltung darstellen.

Euer "Alles außer Premium", allzeit gute Fahrt und gutes und sicheres Ankommen an eurem Ziel:).
 
Hallo , also meine EFB Batterie hat beim Dokker 6,5 Jahre funktioniert , da würde ich mir keine sorgen machen .
Habe die gleiche Batterie besorgt , hat 120 euro gekostet .
 
Das die für den Notruf zuständige Batterie nach ca. 3...4 Jahren planmäßig kaputt geht ist schon bedenklich.
Das die dann so verbaut ist das man nicht rankommt und das halbe Auto zerlegt werden muss ist schlicht eine Frechheit. Wenn die schon planmäßig kaputt geht dann muss man da leicht rankommen und auswechseln können und die Fehler müssen dann auch leicht zurück zu setzen sein. Besser das System sollte erkennen das eine neue Batterie eingebaut ist und nicht den Fehler weiter anzeigen.
Das andere Hersteller es genauso handhaben macht es nicht besser sondern zeigt ein sehr schlechtes Bild über die Hersteller. Der Kunde sollte König sein und nicht der Sklave der Hersteller.
 
  • Themenstarter Themenstarter
  • #4
Ich könnte es nicht besser ausdrücken....die Nummer erachte ich ebenfalls als grenzwertig...hier sollte es möglich sein das Ding ohne großes Drama tauschen zu können....der Normalo darf dann jedes Mal zum Händler rennen oder in eine Werkstatt, die es tauschen kann...nicht gerade kundenfreundlich konstruiert...und ohne Funktion bekommst du keinen TÜV Stempel...naja, so ist nun wieder Geld verdient...heute leider Gang und Gebe...
 
Tja... was lange hält, bringt kein Geld. :D So ist es doch mit vielen, durch das SOS System wird man wieder zu einem Werkstattbesuch gezwungen nur wegen einem einfachen Batteriewechsel. Im Grunde einfache Abzocke......
 
@christian2306

Ganz so ist es ja nicht.Der Reserveakku des Systems darf eben nicht so einfach zugänglich sein,damit nicht am System manipuliert/es außer Service gesetzt wird.
Wenn ich hier so die letzten Jahre mitlese wie Viele so ab der Kiste rumfummeln,vorgegebene Einrichtungen wie S&S abschalten und sogar Anfragen gestellt werden wie man mit Softwareeingriff Sicherheits relevante Dinge wie Gurterkennung usw rausorogrammieren könnte muss man sich nicht wundern das der Gesetzgeber so reagiert...
 
Das Notrufsystem muss leider komplett nach 4 Jahren, wenn die Meldung auftritt, ausgetauscht werden, weil aus Sicherheitsgründen kann nur so seitens der Hersteller und der Werkstätten die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden.
Die Module sind dann auch auf dem neusten Stand der Technik. Das Modul ist leider dafür ziemlich teuer zzgl. Einbaukosten. Auf den Akku gibt es nach 24 Monaten KEINEN Garantieschutz! Das Problem haben alle Autobesitzer aller Marken mit so einem Modul.
Wer eigenmächtig daran arbeitet, riskiert seinen Versicherungsschutz, keine TÜV Verlängerung, oder am ende seine persönliche Gesundheit. Man sollte also wissen was man da macht und die technische Ausrüstung zum Reprogrammieren besitzen.
 
Dachte ich verkaufe meinen 7 jahre alten Dokker , aber was man da so alles liest ,welche Problme es gibt,werde ich doch meinen Dokker behalten bis er nicht meht funktioniert , mache meine service immer selber und hab in den 7 jahren , mit jedem jahr ölwechsel , ölfilter wechsel , innenraumfilter , 2 mal luftfilter , tausch der zündkerzen bei 60000 km ,Ansaugkrümmerdichtungen , tausch des nebenagregatsriemen , stoßdämpfer hinten , und unterbodenschutz usw. 500 -600 euro investiert ,

wenn man im forum liest wieviel heute ein normaler ölwechsel mit filter kostet , na ja


das einzige was mich umstimmen könnte das Dacia wieder einen Hochdachkombi herausbringt mit Schiebetüren , bin ja als Camper unterwegs
 
Ich kenne dein Auto nicht aber wenn du wirklich ein Sandero 3 hast dann solltest du auch ein Led Licht haben, deshalb ist es auch hell
 
Ich selbst würde meinen Sandero aus 07/23 und mit nunmehr 32.000 Kilometern nur noch kaufen, wenn es eine Anschlussgarantie über die die 36 Monate hinaus geben würde.

Meine Mängel bisher:

1. 2 mal Wassereinbruch im Fußraum hinten links (linkes Dreiecksfenster war nicht richtig montiert)
2. Lichtmaschine defekt inklusive liegenbleiben in der Nacht
3. TCU Modul defekt

Alles in allem Dinge, die nach der Garantie teuer geworden wären.

Daher gehe ich das Risiko nicht ein und werde den Zweitwagen vor Ablauf der 36 Monate und dem damit verbundenen Ablauf der Garantie verkaufen.

LG Christian
 
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