Steuerkette und Laufleistung Tce90

@Dacia Duster 2018
Ja und nein.
Ruß ist gleichzeitig ein Festschmierstoff. Da spielen ein paar mehr Faktoren mit rein.

Da müssten die LPG TCe erheblich weniger Probleme damit haben.

Die 1.4TGi hatten einen leicht anderen Steuertrieb und auch einen anderen Zylinderkopf. Die waren erheblich höher verdichtet, um dem Motor zumindest im Ansatz ein wenig Dynamik zu geben und auch die höhere Klopffestigkeit von Methan auszunutzen.

Dazu kommt, dass die TGi eher auf Langstrecke bzw. im Dauereinsatz gefahren wurden.
 
Auf jeden Fall bleibt das Motoröl im Tce90 Gaser lange hell,während es beim Vergleichsbenziner fast so schnell schwarz wird wie bei Dieselmotoren.
 
das Thomas Philipps 5W-30 erfüllt die Renault Norm
Nein, erfüllt es nicht offiziell. Auf dem Gebinde steht auf der Rückseite etwas wie "verwendbar für" oder "entspricht der XYZ-Norm". Das heißt nicht, dass das Öl schlechte Qualität ist. Der Hersteller hat nur keine offizielle, namentliche Freigabe seitens des Herstellers dafür. Die wäre nämlich teuer. Ansonsten brauchst Du eh nur ein Öl das ACEA A3/B4 erfüllt. Da kannst Du dann vollkommen problemlos das 5W-40 verwenden. Aber ein Tipp, sehr günstiges 5W-40 Öl in guter Qualität gibt es auch bei Action. Auch ich habe lange ausschließlich das 5W-40 von Thomas Philipps verwendet. Da aber dieses die letzten Jahre immer teurer wurde, bin ich umgestiegen auf die Hausmarke von Action. Das Öl wird allerdings im 4-Liter Kanister verkauft (und 1-Liter Flaschen), ist aber pro Liter günstiger, als das von Thomas Philips. Hergestellt wird dieses in den Niederlanden.
Die harten Kohlenstoffpartikel sind ein perfektes Schleifmittel aber auf keinen Fall ein Schmierstoff
Er meinte wahrscheinlich den Sulfatanteil im Öl, der halt zu Asche verbrennt und der bei Fahrzeugen mit Partikelfilter diesen schädigen kann. Echter Ruß ist natürlich nichts im Öl.
 
Mein Sandero hat durch viel Langstrecke wegen Arbeitsplatz in 7,5 Jahren 375 Tkm hinter sich,
immer noch mit erster<Steuerkette, die Werkstatt aber nicht einmal sagen wann diese gewechselt werden sollte.
Angeblich ein Leben lang, es gibt keine Wechselfrist.
 
@Dacia Duster 2018

,,Auswirkungen von Ruß
im Schmieröl von DI-Dieselmotoren
auf das tribologische Verhalten
und Tribomutationen
von hochbelasteten Motorkomponenten"

Auswirkungen von Ruß im Schmieröl von DI-Dieselmotoren auf das tribologische Verhalten und Tribomutationen von hochbelasteten Motorkomponenten

Kurzfassung

Ruß im Schmieröl von DI-Dieselmotoren tritt in der Folge von erhöhten Rußeinträgen,
bedingt durch Maßnahmen zur Einhaltung von Emissionsgrenzwerten und durch ver-
längerte Ölwechselintervalle auf. Vielfach wurde dies für erhöhten Verschleiß an hoch-
belasteten Motorkomponenten, insbesondere im Ventiltrieb verantwortlich gemacht.
Fraglich war, wie Ruß im tribologischen Kontakt zu erhöhtem Verschleiß beitragen
kann. Hierzu wurden im Rahmen der vorliegenden Arbeit umfangreiche experimentelle
Untersuchungen mit rußhaltigen Ölen und Frischölen zu den Auswirkungen auf das
Verschleißverhalten von Ventiltriebkomponenten von DI-Dieselmotoren durchgeführt.
Kontinuierliche Reibungs- und RNT-Verschleißmessungen im Stift/Scheibe-Tribometer
ergaben mit rußhaltigen Ölen weniger Reibung und mehr Verschleiß im nm/h-Regime
im Vergleich zu Frischölen. Unvorhersehbare Instabilitäten mit Verschleißraten im
μm/h-Bereich traten bei Ölen mit höheren Rußgehalten und bei zentrifugierten
Gebrauchtölen häufiger auf. Oberflächenanalysen ergaben, dass die oberflächenna-
hen Bereiche von Materialien aus Versuchen mit rußhaltigen Ölen weniger Additiv-
elemente enthalten und die Mikrostruktur der Oberflächen feiner ist. Bei HR-TEM/EDX
Rußpartikelanalysen konnte vielfach in der Randzone eine Additivbindung beobachtet
werden, was durch TGA und Ölanalysen bestätigt wurde. Untersuchungen am
Mikrotribometer sowie umfangreiche Oberflächenanalysen ergaben, dass Ruß nicht
hart ist und nicht abrasiv wirkt. In anschließenden Untersuchungen an einem No-
cken/Stößel-Prüfstand wurden die tribologischen Ergebnisse weitgehend bestätigt.
Außerdem konnte gezeigt werden, dass Tribometerexperimente hinsichtlich Reib-
wertminderung und Verschleißgeschwindigkeiten mit rußhaltigen Ölen sowie die dabei
beobachteten Tribomutationen auf reale Systeme übertragen werden können. Basie-
rend auf diesen ersten Ergebnissen wurden Schmierstoffmodifikationen entworfen und
Modellöle formuliert, die in Motorenversuchen und am Tribometer mit kontinuierlicher
Verschleißmessung gefahren wurden.
Folgende Modellvorstellungen zu den Wechselwirkungsmechanismen von Ruß im tri-
bologischen System werden vorgeschlagen: Bedingt durch die herabgesetzte Reib-
leistung mit rußhaltigen Ölen im tribologischen Kontakt findet eine unzureichende
Konditionierung der oberflächennahen Bereiche statt: Sie werden nicht ausreichend
umgeformt und tribochemische Prozesse - insbesondere im Einlauf - sind einge-
schränkt. Dies führt zu höheren Verschleißraten nach dem Grobeinlauf und im einge-
laufenen System. Das beobachtete Additivelementdefizit in den oberflächennahen Be-
reichen und die feinere Mikrotopografie nach Experimenten mit rußhaltigen Ölen sind
sichtbare Auswirkungen dieser Mechanismen. Wenn der verstärkte Abtrag konditio-
nierter oberflächennaher Bereiche nicht ausreichend schnell wiederaufgebaut werden
kann, führt dies zu einem instabilen tribologischen System. Es ist davon auszugehen,
dass Bestandteile des am tribologischen Kontakt beteiligten Rußes ein Teil des ober-
flächennahen Volumens werden, das im Kontakt offensichtlich reibungsärmer und ver-
schleißanfälliger ist. Als Ursachen für die Reibwertminderung kommen geringerer
Scherwiderstand und graphitische Schmierung durch Rußbestandteile in Frage.
Denkbar ist auch, dass durch Ruß reibwertbestimmende tribochemische Verschleiß-
schutz-Prozesse durch folgende Mechanismen beeinflusst werden:
1. Verhinderung von AW-Prozessen durch Belegung der Oberflächen mit Ruß,
2. Beeinflussung von AW-Prozessen durch Reaktion mit Ruß an den Oberflächen,
3. Reduzierung von aktiven AW-Wirkstoffen durch Bindung an Ruß im Schmieröl.



Wichtiger Text aus diesem Dokument

http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/documents/1217914

Ergebnisse der Tribometeruntersuchungen
1. Der Reibwert (in Mischreibung) wurde mit zunehmenden Rußgehalten im Öl deutlichkleiner. Folglich war die im Reibkontakt umgesetzte Leistung stark reduziert.


Nach Meinung von Schmierstoffadditiventwicklern ist rußbedingter Verschleiß im Ventiltrieb beherrschbar, durch geeignete Additivchemie. Im Bereich der Zylinderlaufflächen ist außerdem die Schmierstoffrheologie von großer Bedeutung: Steigende HTHS-Viskosität trägt hierbei signifikant zur Verschleißreduzierung bei. Die sorgfältige Auswahl von Verschleißschutz, Detergents und Dispersants sowie Viskositätsverbesserern in Art und Menge ist der Schlüssel, um den Verschleiß an hochbelasteten Dieselmotorkomponenten bei hohen Rußgehalten gering zu halten. Hierbei spielt die Dispergierfähigkeit wegen ihres Einflusses auf Viskositätserhöhung und Pumpfähigkeit des Öles sowie der Ablagerungsbildung eine ent-scheidende Rolle.


Lange Rede kurzer Sinn.

Ganz so einfach ist es nicht und ein Kernelement ist, wie stark ist das Öl bereits gealtert und wie gut funktioniert noch die Additivierung

Häufiger das Öl zu wechseln hilft generell und es nur auf den Ruß zu schieben ist ein wenig kurz gedacht.


Mein Vorredner ist auch ein gutes Beispiel dafür, welch großen Einfluss das Fahrprofil hat.
Ebenso die Drehzahl bei der gefahren wird.

Jeder der Motorrad fährt wird es kennen, wie der Motor auf die Antriebskette hackt, wenn man mit einer Ein- oder Zweizylindermaschine bei niedriger Drehzahl Gas gibt.
 
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